
Von Gießen nach Theresienstadt
Die letzte Deportation Gießener Jüdinnen und Juden im Februar 1945
Audiowalk von Michelle Damm und Randi Becker
Lange Zeit waren sie vor dem Zugriff der NS-Diktatur geschützt: jüdische Menschen aus sogenannten „Misch-Ehen“, die mit nicht jüdischen Ehepartner*innen verheiratet waren. Doch wenige Monate vor Kriegsende wurden auch sie deportiert. Gesammelt wurden die Jüdinnen und Juden an verschiedenen Orten – unter anderem am Stadttheater – und nach Theresienstadt gebracht. Der Audiowalk führt zu diesen Orten und erzählt die Geschichten der 13 Gießener*innen, die am 13. Februar 1945 im Stadttheater gesammelt und am 14. Februar 1945 von Gießen über Frankfurt in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurden. Der Audiowalk möchte damit an das Schicksal von Selma Biedenkapp, Selma Bohling, Johanna Schmidt, Dora Scheurer, Emilie Feuster, Erna Schott, Henriette Fischer, Daniel Goldschmidt, Cornelia Jäger, Rose Glitsch, Emma Weber, Rosa Hansel und Berta Konrad erinnern.
Der Audiowalk wurde geschrieben von Randi Becker und Michelle Damm und in Kooperation mit dem Stadttheater Gießen, der DEXT Fachstelle Gießen sowie der hessischen Landeszentrale für politische Bildung erstellt.
Er steht ab Frühjahr 2026 zur freien Nutzung über die Seite der hessischen Landeszentrale für politische Bildung für alle Interessierten zur eigenen Durchführung zur Verfügung.